Das besik®-Konzept

Das besik®-Konzept

von Ralf E. F. Lemke

Ein neues Wort taucht auf. Wer es das erste Mal hört, wird vielleicht an die englischen „basics“ denken. Das ist durchaus beabsichtigt, geht es uns doch wesentlich um die basics unseres Lebens und Menschseins. Wir wollen „in der Seele an die Liebe rühren“ (BHellinger).

Was bedeutet es?
besik® setzt sich zusammen aus den 3 Worten:
Beziehung, Sicherheit und Körpererleben.
Das sind die drei Säulen, auf denen unsere ganze Arbeit im jipz (und auch in unserem Fortbildungsinstitut DISA) ruht.

Zur Beziehung:
Menschen sind in ihrer Existenz auf Bestätigung und Resonanz angewiesen. Eine gute Beziehung vermittelt Geborgenheit und schafft Ruhe im Gehirn und auch im Körper. Dadurch wird das Gehirn lernfähiger und aufnahmebereiter für die anstehenden Lebensaufgaben.
Verschiedene Studien belegen, dass die Beziehung zwischen Therapeuten und Klienten 50 bis 60%(!) der therapeutischen Wirksamkeit ausmacht. Das lässt sich übertragen auf den pädagogischen und erzieherischen Bereich.
In unserer eigenen Arbeit –insbesondere beim besik®-Halten mit Familien- erleben wir da immer wieder Überraschendes: Wie z.B. ein „Lernverweigerer“ wieder gern in die Schule geht oder eine „Bettnässerin“ plötzlich trocken wird – und wir haben doch „nur“ an der Verbesserung der Beziehung gearbeitet.

Zur Sicherheit
Sicherheit ist natürlich eng mit Beziehung verbunden, geht aber noch darüber hinaus. Menschen brauchen zur Wahrung ihres inneren Gleichgewichts ein bestimmtes Maß an gefühlter Sicherheit.
Das ist biologisch so angelegt, die Aufnahmefähigkeit des Nervensystems ist begrenzt. Wo diese überstrapaziert wird, wo Dinge zu viel, zu schnell oder zu plötzlich passieren, schaltet ein Teil in uns ab. Das, was geschieht, wird nicht mehr fassbar. Diese Vorgänge werden oft mit Begriffen wie „Verdrängung“ oder „Widerstand“ bezeichnet und negativ bewertet. Wir wissen heute: Es sind physiologische Schutzmechanismen, die vor Überforderung bewahren und Sicherheit vermitteln.
Indem diese oft unbewusst ablaufenden Vorgänge ins bewusste Wahrnehmen kommen, entwickelt sich Handlungskompetenz: Ich kann für mich besser sorgen.
Umso klarer dies erlebt wird, desto leichter fällt es, sich dann auch auf neue Erfahrungen und Erlebnisse, auf neues „Lebenslernen“ einzulassen.

Zum Körpererleben
Erleben und Erfahren sind körperliche Kategorien. Entweder ich spüre etwas
im Körper – oder ich erlebe nichts. Wo das Empfinden für den eigenen Körper nicht mehr so gut da ist, braucht es stärkere äußere Reize. Oder – so ist unser Weg- wir erhöhen wieder
die innere Empfindsamkeit. Beziehung und Liebe sind körperlich. Sicherheit wird körperlich erlebt. Aufregung macht sich körperlich bemerkbar. Ob einem jemand sympathisch ist, entscheidet sich in den ersten Sekunden einer Begegnung. Wodurch spüren wir das? Mit dem Körper.
Neue Erfahrungen brauchen ein körperliches Erleben als Grundlage, um sich innerlich gut und anhaltend zu verankern. Deshalb ist ein körperorientiertes Vorgehen für uns die Basis unserer Menschenbildung.

Wie kam es zu besik®?
besik® ist erwachsen aus der gemeinsamen praktischen Arbeit in unseren vielen Kursen, Workshops und Fortbildungen am jipz.
Angefangen hat es 1993 mit meinen ersten Workshops in Emotionalarbeit-Bonding.
Schon ein Jahr später kamen die Festhaltetherapie nach Prekop und das Familienaufstellen dazu.
In der Folgezeit hatte dann die Systemische Therapie einen großen Einfluss auf unsere Entwicklung, genauso wie die sich seit dem Ende der 90-iger Jahre rasant entwickelnde neue Hirnforschung.
Vor einigen Jahren erhielten wir weitere wichtige Impulse von der Traumaheilung nach Levine, dem Somatic Experiencing.
Unter dem Einfluss all dieser Fachgebiete wurde unser Vorgehen immer integrativer. Es war schon lange nicht mehr das klassische Bonding oder Festhalten, auch nicht mehr das klassische Familienstellen oder die rein systemische Gesprächsführung.

Die Vielfalt der Arbeitsformen befruchtete sich gegenseitig und gab unserem Vorgehen eine eigene Prägung, die wir so bei anderen nicht finden.Und nun hat sich ein dafür passendes Wort herauskristallisiert:
besik®.
Dies ist das Dach unserer Arbeit.

Was Sie von besik® erwarten können
– ein hohes Maß an Achtsamkeit gegenüber Ihnen als Person    und dem, was Sie mitbringen
– wir sehen Sie als kompetent für ihr eigenes Leben an und   verstehen uns als Begleiter
– Sie erhalten das Maß an Zeit, welches Sie brauchen, um neue   Erfahrungen zu machen
– wir betrachten unser Vorgehen als grundlegendes   Lebenslernen und grundlegende Menschenbildung
– im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Beziehungsfähigkeit
– die Gruppe bietet dem Einzelnen einen stärkenden,   ermutigenden und schützenden Rahmen
– eine wesentliche Bedeutung hat es, den eigenen Körper immer   wacher und feiner wahrnehmen zu können, denn er ist das   Haus der Seele

Wollen Sie besik® erleben?
Dann kommen Sie zu unseren Workshops/Seminaren oder Weiterbildungen